SM-Hamburg / Gedichte


Die Frau im Stahlhalsband


Sie lächelt sanft
Ihre Augen glitzern
Ein Strahlen breitet sich auf ihrem Gesicht aus
Klick... das Stahlhalsband rastet ein,
das Schloss schnurrt hin und her
bei jeder Bewegung.

Die Frau spürt das Band
an ihrem Halszäpfchen
beim Drehen, beim Schlucken
irgendwie immer
es ist schön, das Gefühl des kühlen Bandes
wie ein Gewand
umhüllt es die Frau im Stahlhalsband.

Ein Gewand
stetig spürbar
stetig sichtbar
Augenpaare ruhen sich darauf aus
staunend, lächelnd, wissend, ungläubig
knisternde Momente
hat die Frau im Stahlhalsband zu bestehen.

Wissend,
dass ein Griff an den sichtbaren Ring
sie von einem zum andern Moment
in eine gehorsame Dienerin wandelt
voller Freude, voller Stolz,
ein wenig ungelenk, des Neuen bewusst.

Ein Ziehen
Ein Rütteln
Befestigen eines Seils am Ring
gezielt und doch gefühlvoll.
Sie hat den Kopf zu senken
oder trägt das Haupt erhoben,
demutsvoll und nach Lust auch frech,
alles scheint möglich zu sein.

All diese Schwingungen
erzeugt das Band am Hals der Frau,
der Dienerin,
der Sklavin.

Frohgemut getragen
Sicherheit und Stärke
gibt ihr das Band
Fröhlichkeit
Selbstbewusstsein
die Spur eines Schalks in den grünen Augen
erzeugt das stählerne Band am Hals
in ihrem Wesen
gibt ihr das Verlorengegangene zurück.

Sie sehnt sich gebändigt zu werden
durch eine starke konsequente Hand,
die sie am Ring führt
aus dem täglichen Einerlei hinaus
und auch wieder hinein.
Klick... das Stahlhalsband rastet ein,
das Schloss schnurrt hin und her
bei jeder Bewegung.

 


© '02 by Wilde Orchidee

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