SM-Hamburg / Gedichte


SCHMERZ


Schmerz

Ich in Deinen Händen
So vertrau' ich Dir doch
Suchst und brichst meine Grenzen
Ich Deine Sklavin, Du mein Gott

Ein Feuer welches in mir flammt
Gänsehaut durch Deine Hand
Voller Leidenschaft und Lust
Schlägst Du meine Brust

Nie zuvor erfuhr ich solch Sadisten
Nie zuvor spürte ich den Himmel
Unschuldig war mein Wissen
Nie zuvor sah ich Deine Welt

Mit jedem Hieb zeigst Du Deine Liebe
Deine Mühe mich zu formen
Rosenblüten welken in einsamer Stille
Nicht aber ihre Dornen

Die Blüten malen wie die Zeit vergeht
Das die Welt sich immer dreht
Dornen aber zeigen das mein Blut rot fließt
Sie lassen mich spüren, dass ich leb;

So wecktest Du dunkle Fantasien
Und lehrtest mich das Fliegen
Meine Sehnsucht so unbeschreiblich
Geliebte Peitsche, führe mich ins Licht

Schauer über meinem Körper
So weiß ich nicht was Du tust
Schläge härter und härter, immer härter
Das Spiel von Schmerz und Lust

Wahrlich, Küsse heißer als die Glut
Knie ich vor den Tränen Eurer Wut
Verfehlte ich mein ganzes Leben
Deine Strafe ist mein Segen



Erlöse meine Seele, erlöse mich
Zum Sklaven geboren um frei zu sein
Gib Befehle, führe mich
Prügel mir die Seele rein

Langsam krieche ich vorwärts
Mein betteln, mein gebrochenes Herz
Schmerz, oh Du mein geliebter Schmerz
Warmer, honigsüßer Schmerz

Verlass mich nicht, geh nicht weg
Heulend kauere ich im Dreck
Komm her und mach mich frei
Erfülle mich, willkommenes Leid

Lass mich erfahren, dass es nicht tiefer geht
Dort, wo der Tod geschrieben steht
Zeichne meinen Weg
Ich weiß, dass mich niemand vermisst

Schmerzt engt ein
Jeder Schlag zeichnet mich
Erlaubt mir, dass ich schrei
Er nimmt mich auf die Reise mit

An den vollkommenden Ort
So erfüllt, ich finde kein Wort
Keines würde dieser Schönheit gerecht sein
Dort wird meine Seele rein

Ich krieche meines Weges in Demut
Hinter mir meine Spur, mein Blut
Werde ich dennoch ignoriert
Der Preis, wenn man sich verliert?


© '00 by
Lizie Strife

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